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Alles über Ostern

Der Ostersonntag ist ein sog. unregelmäßiger Feiertag.
Alle anderen unregelmäßigen Feiertage eines Jahres leiten sich von diesem Tag ab:

Aschermittwoch ist 46 Tage vor Ostern.
Pfingsten ist 49 Tage nach Ostern.
Christi Himmelfahrt ist 10 Tage vor Pfingsten.
Fronleichnam ist 11 Tage nach Pfingsten.

Man muß also nur den Ostersonntag ermitteln, um alle anderen unregelmäßigen Feiertage zu berechnen. Doch wie geht das?

Dazu etwas Geschichte:

Das 1. Kirchenkonzil im Jahre 325 hat festgelegt:
Ostern ist stets am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond des Frühlings.
Stichtag ist der 21. März, die "Frühlings-Tagundnachtgleiche".
Am 15.10.1582 wurde von Papst Gregor XIII. der bis dahin gültige Julianische Kalender reformiert. Der noch heute gültige Gregorianische Kalender legt dabei folgendes fest:

Ein Jahr hat 365 Tage und ein Schaltjahr wird eingefügt, wenn das Jahr durch 4 oder durch 400, aber nicht durch 100 teilbar ist. Hieraus ergeben sich die zwei notwendigen Konstanten, um den Ostersonntag zu berechnen:
Die Jahreslänge von und bis zum Zeitpunkt der Frühlings-Tagundnachtgleiche: 365,2422 mittlere Sonnentage
Ein Mondmonat: 29,5306 mittlere Sonnentage
Mit der "Osterformel", von Carl Friedrich Gauß (1777-1855) im Jahre 1800 entwickelt, läßt sich der Ostersonntag für jedes Jahr von 1583 bis 8202 berechnen.

Der früheste mögliche Ostertermin ist der 22. März. (Wenn der Vollmond auf den 21. März fällt und der 22. März ein Sonntag ist.)

Der späteste mögliche Ostertermin ist der 25. April. (Wenn der Vollmond auf den 21. März fällt und der 21. März ein Sonntag ist.)
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Osterspaziergang (Faust I)

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick,
Im Tale grünet Hoffnungsglück;
Der alte Winter, in seiner Schwäche,
Zog sich in rauhe Berge zurück.

Von dort her sendet er, fliehend, nur
Ohnmächtige Schauer körnigen Eises
In Streifen über die gründende Flur.

Aber die Sonne duldet kein Weißes,
Überall regt sich Bildung und Streben,
Alles will sie mit Farben beleben;
Doch an Blumen fehlt's im Revier,
Sie nimmt geputzte Menschen dafür.

Kehre dich um, von diesen Höhen
Nach der Stadt zurück zu sehen!
Aus dem hohlen finstern Tor
Dringt ein buntes Gewimmel hervor.
Jeder sonnt sich heute so gern.

Sie feiern die Auferstehung des Herrn,
Denn sie sind selber auferstanden:
Aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,
Aus Handwerks- und Gewerbesbanden,
Aus dem Druck von Giebeln und Dächern,
Aus den Straßen quetschender Enge,
Aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht
Sind sie alle ans Licht gebracht.

Sie nur, sie! wie behend sich die Menge
Durch die Gärten und Felder zerschlägt,
Wie der Fluß in Breite und Länge
So manchen lustigen Nachen bewegt,
Und, bis zum Sinken überladen,
Entfernt sich dieser letzt Kahn.
Selbst von des Berges fernen Pfaden
Blinken uns farbige Kleider an.

Ich höre schon des Dorfs Getümmel,
Hier ist des Volkes wahrer Himmel,
Zufrieden jauchzet groß und klein:
Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein.

 

Johann Wolfgang von Goethe